Josephin Mueller zu ihrer Arbeit "Mikado" (ein Projekt mit Jugendlichen in Frankfurt/Oder, fotografiert mit SX-70), s. unter "Ausstellungen".
Redaktion: In deinem Projekt sind sehr intime Bilder entstanden, welche Rolle spielte dabei die Polaroidfotografie?
“Ich habe mich für das Grenzgebiet Frankfurt/Oder entschieden, weil die meisten Leute diesbezüglich nur Klischees von Jugendlichen in Neubaughettos, Gewalt usw. im Kopf haben. Mir lag daran, eine andere Sicht auf die Jugendlichen zu fördern - außerdem finde ich, dass Jugendliche in der heutigen Zeit völlig unterrepräsentiert sind, ich wollte ihnen Aufmerksamkeit schenken. Polaroid habe ich gewählt, weil ich die Ästhetik mag, weil die Intimität der Augenblicke mehr zur Geltung kommt. Polaroidfotografien gehen für mich mehr ins Malerische, sie sind nicht so definierbar, präzise, lassen mehr Raum für das Atmosphärische. Und doch habe ich das erste Mal damit gearbeitet.”
Redaktion: Bist Du nun Polaroid-infiziert?
“Nein, eher von Kunst im allgemeinen, von Fotografien und Bildern. Ich will mich nicht festlegen auf eine Technik. Es kommt immer auf den künstlerischen Anlass an, mit was ich arbeite. Ich werde aber sicherlich nochmal mit Polaroid arbeiten.”
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